In Kilokalorien (kurz: Kalorien) misst man den Energiegehalt von Lebensmitteln. Der Körper gewinnt diese Energie, wenn er die Hauptnährstoffe Kohlenhydrate, Fett und Eiweiß "verbrennt". Eine andere Maßeinheit für Energie ist Kilojoule.
1 Kilokalorie (kcal) = 4,2 Kilojoule (kJ)
Zucker gehört zu den Kohlenhydraten und liefert Energie. Zucker wird vom Körper unkompliziert aufgenommen und gelangt dadurch schnell ins Blut sowie zu Gehirn und Muskeln. Als Grundlage für den Richtwert für die Tageszufuhr wurde die in Europa durchschnittliche Aufnahme von 90 g herangezogen. Diese umfasst die Zufuhr über Obst, Gemüse, Milchprodukte und zugesetzten Zucker und deckt sich mit den errechneten Werten aus den Empfehlungen von WHO und EURODIET.
Fett liefert Energie, unterstützt den Aufbau von Zellwänden und sorgt dafür, dass der Körper fettlösliche Vitamine aus der Nahrung aufnehmen kann. Maximal 30 % der gesamten Energieaufnahme pro Tag sollte durch Fette erfolgen. Daraus ergibt sich ein Richtwert für die Tageszufuhr von 70 g Fett insgesamt.
Übermäßiger Konsum von gesättigten Fettsäuren kann den Cholesterinspiegel erhöhen. Daher sollte nicht mehr als 10 % der Energieaufnahme über gesättigte Fettsäuren aufgenommen werden. Daraus ergibt sich ein Richtwert für die Tageszufuhr von 20 g gesättigten Fetten pro Tag. Ist die Differenz zwischen Gesamtfett und gesättigten Fettsäuren hoch, heißt das: Das Produkt enthält viele ungesättigte Fettsäuren. Ungesättigte Fettsäuren wirken sich positiv auf die Cholesterinwerte aus.
Natrium ist lebenswichtig, weil es den Wasserhaushalt reguliert und den Knochenaufbau steuert. Es kommt in Lebensmitteln hauptsächlich in Form von Kochsalz, also Natriumchlorid (NaCl) vor. Für die Nährwertkennzeichnung wurde der von Experten empfohlene Richtwert von max. 2,4 g Natrium pro Tag herangezogen. Dies entspricht einer Menge von 6 g Salz. Wer wissen möchte, wie viel Kochsalz der angegebenen Menge Natrium entspricht, kann das leicht berechnen: Kochsalz (in g/100 g) = Natrium (in g/100 g) x 2,5