Klimaneutral zu werden und die Natur zu schützen ist ein Ziel des Europan Green Deal.

Foto: DIE ERNÄHRUNG 01.2020 / Adobe Stock

Lebensmittel

Grüner Deal für ein nach­haltiges Lebensmit­telsystem

Europäische Lebens­mittel müssen sicher, nahrhaft und hochwertig sein – und mit möglichst geringen Auswirk­ungen auf die Natur erzeugt werden. Der Euro­päische Grüne Deal und die „Vom Hof auf den Tisch“-Strategie der EU-Kom­mission.

Die Europäische Union verfolgt ein ambitioniertes Ziel: bis 2050 der erste klimaneutrale Kontinent zu werden. Am 11. Dezember 2019 präsentierte die EU-Kommission dazu eine nachhaltige Wachstumsstrategie. Dieser europäische Grüne Deal (European Green Deal) fördert den effizienten Umgang mit Ressourcen und beschleunigt den Übergang zu einer europäischen Kreislaufwirtschaft.

Europa als Vorreiter bei nachhaltigen Lebensmitteln

Teil des Deals ist eine Strategie für ein „faires, gesundes und umweltfreundliches Lebensmittelsystem“. Europäische Lebensmittel sind über die Grenzen der EU hinaus geschätzt, weil sie sicher, nahrhaft und qualitativ hochwertig sind. Darüber hinaus sollen sie nun auch zum weltweiten Standard für Nachhaltigkeit werden. Denn die Produktion von Lebensmitteln beansprucht immer auch natürliche Ressourcen wie Luft, Wasser und Böden. Dazu kommt, dass nach wie vor viele Lebensmittel verschwendet werden.

Europäische Lebensmittel sind bekannt dafür, dass sie sicher, nahrhaft und qualitativ hochwertig sind. Nun sollten sie auch zum weltweiten Standard für Nachhaltigkeit werden.

Klimaneutral zu werden und die Natur zu schützen ist ein Ziel des Europan Green Deal.

Aus: Der europäische Grüne Deal (Mitteilung der EU-Kommission vom 11. Dezember 2019)

Vom Hof auf den Tisch: Geplante Maßnahmen

Unter dem Motto „Vom Hof auf den Tisch“ („From Farm to Fork“) hat die EU-Kommission Ende Februar 2020 eine vorläufige Roadmap mit geplanten Maßnahmen zur Begutachtung veröffentlicht. Darauf aufbauend soll Ende März 2020 ein Strategiepapier erscheinen. Dahinter steht die Vision, die Versorgung der Europäerinnen und Europäer mit leistbaren und nachhaltigen Lebensmitteln zu gewährleisten. Dies schließt die gesamte Lebensmittelkette ein: von der Produktion der agrarischen Rohstoffe über die Herstellung der Lebensmittel bis hin zur Verbraucherin und zum Verbraucher.

Quelle Infografik: Factsheet der EU-Kommision „Vom Hof auf den Tisch“ (ISBN 978-92-76-13994-2)

Die gesamte Lebensmittelkette einbinden

Konkret geht es der EU-Kommission darum, den Klimawandel zu bekämpfen, die Umwelt zu schützen, die Biodiversität zu erhalten und den Anteil des ökologischen Landbaus zu erhöhen. Die Basis bilden bestehende EU-Rechtsvorschriften sowie übergeordnete Entwicklungsziele wie die Sustainable Development Goals (SDGs) der WHO.

Wesentliche Säulen der „Vom Hof auf den Tisch“-Strategie sind die Reduktion von Treibhausgasemissionen, weniger Pestizide sowie die Verringerung von Lebensmittelabfällen. Um die Verbraucherinnen und Verbraucher in ihren Ernährungsentscheidungen zu stärken und die Lebensmittelverschwendung zu verringern, soll auch die Information zu Lebensmitteln ausgebaut werden – von deren Ursprungsort über den Nährwert bis zum ökologischen Fußabdruck.