Hygiene in der Lebensmittelindustrie: Eine Person reinigt eine Arbeitsfläche.

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Herstellung

Strikte Hygiene­standards für unbeschwer­ten Genuss

Hygiene ist ein Muss für sichere Lebensmittel. Deshalb setzt die Lebensmittelindustrie Maßnahmen in allen Bereichen – vom Produktionsprozess über die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bis zum Produkt selbst.

Wollen Sie Ihr Essen und Trinken sorglos genießen, müssen Sie sich auf eines verlassen können: dass die Speisen und Getränke gesundheitlich unbedenklich und für den Verzehr geeignet sind. Nur in diesem Sinne sichere Lebensmittel dürfen überhaupt verkauft werden. Eine wichtige Rolle für die Lebensmittelsicherheit spielt daher die Hygiene auf allen Stufen der Lebensmittelkette – vom Landwirt über den Hersteller bis zum Handelsunternehmen.

Verantwortung liegt bei Lebensmittelunternehmen

Jeder Betrieb, der Lebensmittel in Verkehr bringt, muss in seinem Bereich für die Lebensmittelsicherheit sorgen. Die eingesetzten Hygienemaßnahmen dämmen Risiken für die Beschaffenheit von Lebensmitteln ein und stellen sicher, dass ein Produkt zum Essen oder Trinken geeignet ist. Beispiele für solche Gefahren sind der Verderb durch Mikroorganismen, Verunreinigungen, Krankheitserreger, chemische oder biologische Rückstande sowie Fremdkörper.

Viele Hygienemaßnahmen in der Praxis

Die Unternehmen der Lebensmittelindustrie sind dazu verpflichtet, eine „gute Hygienepraxis“ einzuhalten. Diese umfasst geeignete Maßnahmen sowie deren Kontrolle – und zwar im Produktionsprozess, beim Personal und in der Produkthygiene. Beispiele sind das Einhalten spezieller Hygieneanforderungen in den Betriebsräumen, die Reinigung und Desinfektion von Flächen und Geräten oder die Temperaturkontrolle bei Produkten. Auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen strikte Regeln einhalten – vom laufenden Händewaschen und Desinfizieren bis hin zu entsprechender Arbeitskleidung und Kopfbedeckungen.

Strenge Vorschriften für sichere Lebensmittel

Zahlreiche gesetzliche Vorgaben auf europäischer und nationaler Ebene – wie die EG-Basisverordnung Nr. 178/2002 für Lebensmittel und Futtermittel (General Food Law) – zielen auf sichere Produkte für die Konsumentinnen und Konsumenten ab. Die Qualitätssicherung durch die Unternehmen selbst umfasst viele Maßnahmen – von betrieblichen Qualitätsmanagementsystemen über HACCP-Konzepte zum Risikomanagement bis zu externen Zertifizierungen. Zusätzlich zu den Eigenkontrollen untersucht die amtliche Lebensmittelaufsicht laufend die in Verkehr befindlichen Lebensmittel mit rund 30.000 Proben pro Jahr.

Die strengen Vorschriften und die umfassenden Maßnahmen der Lebensmittelunternehmen bilden eine wichtige Basis für die Lebensmittelsicherheit in Österreich. Darüber hinaus tragen aber auch Sie als Verbraucherin oder Verbraucher mit Ihrer Hygiene im Haushalt wesentlich dazu bei.

  • Die wichtigsten Aspekte der Lebensmittelsicherheit. Herausgegeben vom deutschen Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde (BLL)
  • Lebensmittelsicherheit – General Food Law (EG BasisVO). Information des Fachverbands der Lebensmittelindustrie auf dielebensmittel.at. Vom 24. Februar 2015 (abgerufen am 17. September 2017)