Fröhliche Familie beim Lebensmitteleinkauf im Supermarkt.

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Herstellung

Welche Vorteile bringt die Lebensmittel­­verarbeitung?

Vom gleichbleibenden Geschmack über den sicheren Genuss bis hin zur vielfältigen Auswahl: Erfahren Sie hier, welchen Nutzen die industrielle Verarbeitung von Lebensmitteln für Sie als Verbraucherin oder Verbraucher bringt.

Sie stehen vor der Kühlabteilung im Supermarkt. Aufgrund der riesigen Auswahl an Joghurts fällt Ihnen die Entscheidung schwer – deshalb packen Sie gleich drei verschiedene Geschmackssorten in den Einkaufswagen. Zuhause angekommen öffnen Sie das Erdbeer-Joghurt. Es schmeckt fruchtig wie immer. Gleichbleibender Geschmack und Qualität sowie Vielfalt sind einige der Vorteile, die mit der industriellen Lebensmittelverarbeitung einhergehen.

Nutzen durch Lebensmittelverarbeitung

  • Sicherer Genuss
  • Vielfältige Produktauswahl
  • Gleichbleibender Geschmack
  • Nährstoffreiche Lebensmittel
  • Längere Haltbarkeit von Speisen und Getränken
  • Niedrigere Kosten
  • Mehr Komfort im Alltag

Sicherer Genuss dank strenger Standards

Eine der wichtigsten Errungenschaften moderner Lebensmittelherstellung ist die verbesserte Sicherheit. Dahinter steht ein umfassendes Qualitätsmanagement von der Rohware bis zum fertigen Produkt. Eine kontrollierte und standardisierte Lebensmittelproduktion unter strengsten Hygienestandards sorgt dafür, dass Sie Lebensmittel ohne gesundheitliche Bedenken genießen können. Dabei ist ein Baustein etwa die lückenlose Rückverfolgbarkeit jedes Produkts entlang der gesamten Lebensmittelkette.

Breite Auswahl an Produkten

Von frischverpackt bis tiefgekühlt, zum Selbstzubereiten oder fertig zum Genießen: Jeder kann heute aus einer Vielfalt an Lebensmitteln die für sich passende Wahl treffen. Das reiche Angebot ermöglicht Ihnen eine individuelle Ernährung, abgestimmt auf Ihre persönliche Lebenssituation, eigene Wünsche und spezielle Bedürfnisse. Bei der breiten Produktpalette ist für alle etwas dabei – von vegan bis traditionell, von „free from“ bis ballaststoff- oder vitaminreich, von Bio bis Fairtrade. Auch für Menschen mit gesundheitsbedingten Einschränkungen wie Allergien oder mit besonderen Ernährungsbedürfnissen bietet die österreichische Lebensmittelindustrie ein vielfältiges Sortiment.

Gleichbleibender Geschmack und Qualität

Ein Blick in die Vorratsschränke zeigt: Gekauft wird kein Getreide, sondern Brot, keine Zuckerrübe, sondern raffinierter Zucker. Viele Lebensmittel macht erst ihre Verarbeitung schmackhaft und genießbar. Je nach Verfahren und Rezept wird ein Geschmack erhalten, verbessert oder auch komplett neu kreiert. Bei der Entscheidung für ein Produkt verlassen sich die meisten Konsumentinnen und Konsumenten auf ihr sensorisches Urteil. Das bedeutet: Auf Dauer wird das gekauft, was gut und immer gleich schmeckt – im Sommer wie auch im Winter. Die gleichbleibende Qualität ermöglichen moderne Produktionsverfahren.

Zugriff auf Nährstoffe

Nur wenige Lebensmittel wie viele Obst- oder Gemüsesorten sind direkt verzehrbar. In den meisten Fällen müssen die wertvollen Inhaltsstoffe erst zugänglich gemacht werden. So wird durch das Kochen und Konservieren von Tomaten der bioaktive Pflanzenstoff Lykopin leichter verfügbar. Dank neuen minimalen Verarbeitungsverfahren lassen sich natürliche Inhaltsstoffe, etwa das gesundheitsfördernde Betacarotin in Karotten, besser vom Körper aufnehmen.

Lebensmittel länger genießen

Beim Einkauf erwartet Sie heute eine große Auswahl an Produkten aus allen Regionen Österreichs, aber auch aus anderen Ländern und sogar Erdteilen. Schon immer war es ein Ziel der Menschen, ihre Lebensmittel zu lagern – deshalb machten sie diese beispielsweise mit Kühlen oder Erhitzen länger haltbar. Heute lässt sich die Haltbarkeit durch verschiedene Verarbeitungsverfahren erheblich erweitern. Viele Nahrungsmittel sind dadurch auch „außerhalb der Saison“ genießbar. Außerdem müssen Sie nicht täglich einkaufen gehen oder lange Wege zum Hersteller zurücklegen. Das spart Zeit und ermöglicht eine bessere Planung des Speisezettels.

Weniger Ausgaben für Lebensmittel

Dazu kommt: Lebensmittel sind heute günstiger denn je. Standardisierung, Spezialisierung und technologischer Fortschritt ließen die Kosten von Produktionsverfahren stark sinken. Deshalb geben die Österreicherinnen und Österreicher laut Statistik Austria nur noch rund 12 Prozent ihres verfügbaren Einkommens für Lebensmittel aus. Laut Eurostat sind es sogar nur 9,9 Prozent. Zum Vergleich: In den 1950er-Jahren lag der Anteil noch bei fast der Hälfte, also 50 Prozent.

Mehr Komfort mit vorgefertigten Produkten

Nicht jeder will und kann viel Zeit in die Zubereitung von Speisen investieren. Die Lebensmittelindustrie erleichtert mit sogenannten Convenience-Produkten den Alltag vieler Konsumentinnen und Konsumenten – von vorgeschnittenem und gewaschenem Obst und Gemüse bis hin zum Fertigmenü. Sie sparen sich damit eigenen Arbeitsaufwand, egal ob zu Hause, am Arbeitsplatz oder unterwegs. Ein weiterer Vorteil für alle diejenigen, die die schnelle Küche wollen: Auch ohne große Kochkenntnisse lassen sich viele Speisen einfach zubereiten.

  • Eurostat: Konsumausgaben im europäischen Vergleich. Zur Verfügung gestellt von der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE)
  • Moderne industrielle Lebensmittelproduktion. Herausgegeben von der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE)
  • Statistik Austria: Konsumerhebung 2014-15
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