Paar in Sportkleidung steht in der Küche und trinkt einen Protein-Drink.

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Von Kollagen bis Spermidin: Longevity-Nährstoffe im Faktencheck

Der Longevity-Hype erobert die Teller. Doch was ist dran an Protein, Spermidin, Kollagen oder Hyaluron in Lebensmitteln? Welche Rolle spielen Ballaststoffe und Omega-3-Fettsäuren? Und warum erlebt Fermentieren ein Revival? Wir machen den Faktencheck.

Longevity steht für ein langes, gesundes Leben. Eine wichtige Säule dabei: Die Ernährung. Der Trend ist längst in den Supermarktregalen angekommen. Doch in welchen Lebensmitteln kommen mit Longevity assoziierte Inhaltsstoffe wie Kollagen oder Spermidin natürlich vor? Wie werden solche Stoffe hergestellt oder Lebensmitteln zugesetzt? Und woran erkennt man sie am Etikett? „Österreich isst informiert“ nimmt sechs Nährstofftrends rund um Longevity unter die Lupe.

Was ist Longevity?

Bis ins hohe Alter gesund, fit und aktiv bleiben: Darum geht es bei Longevity. Das Konzept setzt auf einen bewussten Lebensstil. Optimierte Ernährung, viel Bewegung und erholsamer Schlaf sollen das Wohlbefinden und das biologische Alter positiv beeinflussen. Auch bei Lebensmitteln zeigt sich diese Entwicklung – etwa in speziellen Zutaten wie Spermidin oder Kollagen in funktionellen Produkten.

1. Proteine: Vom Skyr bis zum Protein-Shake

Drei Protein-Shakes mit Trinkröhrchen in Gläsern, daneben drei Gefäße mit Proteinpulver.

Protein in der Ernährung ist gefragt: 2025 stieg der Absatz in Österreich weiter an. Foto: MurzikNata / iStock

Skyr, Protein-Shakes oder Cottage Cheese: Proteinreiche Produkte boomen. Das zeigt auch das RollAMA-Haushaltspanel: 2025 stiegen die Käufe von Skyr und Naturjoghurt um 12 Prozent auf fast 50.000 Tonnen. Auch der Absatz von Cottage Cheese wuchs kräftig an. Selbst Fleisch verzeichnete nach jahrelangem Rückgang ein Plus von 1,6 Prozent, gleichzeitig legten proteinreiche pflanzliche Alternativen um 14 Prozent zu. Dahinter steht ein klarer Trend: mehr Eiweiß in der Ernährung. Das schlägt sich auch im Boom von Functional Food nieder – vom Proteinriegel bis zum Eiweiß-Shake.

In welchen Lebensmitteln sind Proteine natürlich enthalten?

Protein, umgangssprachlich Eiweiß, zählt neben Kohlenhydraten wie Zucker sowie Fetten zu den Hauptnährstoffen und zentralen Bausteinen unseres Körpers. Der tägliche Proteinbedarf lässt sich in der Regel mit einer ausgewogenen Ernährungsweise decken. 

Natürliche Eiweißquellen sind: 

  • Milchprodukte
  • Fleisch
  • Fisch
  • Eier
  • Hülsenfrüchte
  • Getreide
  • Nüsse
  • Samen

Wie wird der Proteinanteil in Lebensmitteln erhöht?

Um den Eiweißgehalt zu steigern, werden einzelne Lebensmittel oder Getränke gezielt mit Protein angereichert. Die Basis bildet Proteinpulver aus tierischen Rohstoffen wie Milch, Molke (engl. Whey) oder Eiklar – oder aus pflanzlichen Quellen wie Soja, Weizen oder Erbsen. Für tierisches Proteinpulver wird das Protein aus der Milch- oder Eimasse filtriert, getrocknet und dann zu Pulver verarbeitet. Die Herstellung von pflanzlichem Proteinpulver erfordert häufig weitere Prozessschritte, um Stärke, Fasern, Gerbstoffe oder andere Begleitstoffe zu entfernen. 

Wann ist ein Lebensmittel „reich an Protein“?

Kommen mindestens 12 Prozent seiner Kalorien aus Proteinen, darf ein Lebensmittel auf dem Etikett oder in der Werbung als „Proteinquelle“ oder vergleichbar bezeichnet werden. Beim Hinweis „High Protein“ oder „reich an Eiweiß“ müssen zumindest 20 Prozent der Kalorien aus Proteinen kommen (siehe Gesundheitswerbung bei Lebensmitteln: Was ist erlaubt? und EG-Claims-Verordnung). 

In welcher Form gibt es Protein als Nahrungsergänzungsmittel auf dem Markt?

Proteinpulver wird häufig lose in Beuteln oder in abgemessener Form in Tabletten oder Kapseln als Nahrungsergänzung in Verkehr gebracht. Ist das der Fall, müssen diese Produkte den Vorgaben für Nahrungsergänzungsmittel entsprechen, etwa eine spezielle Kennzeichnung der empfohlenen täglichen Verzehrmenge in Portionen aufweisen. 

Tipp: So viel Eiweiß brauchen wir

In Österreich nehmen wir täglich rund 1,1 bis 1,2 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht auf und erreichen damit die empfohlene Tagesmenge von 0,8 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht. Sportlerinnen und Sportler können einen höheren Eiweißbedarf haben. 

2. Spermidin: In welchen Lebensmitteln steckt es?

Weizenkeimlinge in einem Einmachglas, daneben Weizenkeime und Weizengras auf grauem Untergrund.

Wertvolle Grundlage: Spermidin wird zumeist aus Weizenkeimen gewonnen. Foto: DevidDO / iStock

Spermidin ist ein Bestandteil, der in vielen Lebensmitteln natürlich vorkommt, aber auch als Nahrungsergänzungsmittel erhältlich ist. Es ist in nahezu allen menschlichen und tierischen Körperzellen vorhanden und am Zellstoffwechsel beteiligt. Spermidin kann über die Nahrung aufgenommen, aber auch von bestimmten Darmbakterien im Körper gebildet werden. 

In welchen Lebensmitteln ist Spermidin natürlich enthalten?

Zu den natürlichen Spermidinquellen zählen:

  • Weizenkeime
  • gereifter Käse (wie Parmesan oder Cheddar)
  • Pilze
  • Sojabohnen und andere Hülsenfrüchte (wie Erbsen)
  • Gemüse und Obst wie Brokkoli, Karfiol, Äpfel und Birnen

Wird Spermidin Lebensmitteln auch zugesetzt?

Spermidin wird Lebensmitteln kaum zugesetzt. Aktuell findet sich Spermidin auf dem Markt deutlich häufiger in Nahrungsergänzungsmitteln.

Wie wird Spermidin für Nahrungsergänzungsmittel hergestellt?

Für Nahrungsergänzungsmittel wird Spermidin meist aus pflanzlichen Rohstoffen gewonnen, etwa aus Weizenkeimen (siehe Durchführungsverordnung (EU) 2017/2470). Weizenkeime sind ein Nebenprodukt der Weizenverarbeitung. Sie werden vom Mehlkörper getrennt, getrocknet und fein vermahlen. Das Pulver wird anschließend in Kapseln oder Tabletten abgefüllt. 

Alternativ kann natürliches Spermidin durch weitere Verfahren aus anderen Rohstoffen gewonnen werden. Dazu zählen beispielsweise das Fermentieren von Getreide, Sojabohnen oder Hefe oder das Extrahieren von Spermidin aus bestimmten Hefen. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, Spermidin biotechnologisch herzustellen.

Wie lässt sich der Spermidingehalt in Nahrungsergänzungsmitteln erkennen?

Nahrungsergänzungsmittel, die Spermidin enthalten, müssen nach den speziellen Vorschriften für ebensolche und für neuartige Lebensmittel gekennzeichnet sein. Eine EU-Zulassung als neuartiges Lebensmittel sieht für die Bezeichnung als „Weizenkeimextrakt mit hohem Spermidingehalt“ konkrete Mengenangaben vor (siehe Durchführungsverordnung (EU) 2017/2470 und Novel Food-Verordnung (EU) 2015/2283). Dabei ist etwa auch die empfohlene Verzehrmenge pro Portion auf dem Etikett anzugeben.

3. Fermentierte Produkte: Kefir, Sauerkraut und Co.

Zwei Gefäße mit Joghurt und Kefir auf einem Holztisch.

Bewährtes Verfahren: Kefir und Joghurt werden fermentiert. Foto: peacefy / Adobe Stock

Fermentierte Lebensmittel erleben gerade ein Comeback, tatsächlich sind sie aber schon seit Jahrhunderten Teil unserer Esskultur. Laut dem deutschen Bundeszentrum für Ernährung ist rund ein Drittel der in Deutschland üblichen Lebensmittel fermentiert. Dazu zählen zum Beispiel Sauerkraut, Milchprodukte, eingelegtes Gemüse oder alkoholische Getränke. Durch die Gärung werden Lebensmittel oft länger haltbar, nährstoffreicher und leichter verdaulich.

Wie werden Lebensmittel fermentiert?

Beim Fermentieren werden Bestandteile von Lebensmitteln mithilfe von Mikroorganismen umgewandelt – zum Beispiel in Alkohol, Milchsäure oder Aromastoffe. Dafür setzt man beispielsweise gezielt bestimmte Starterkulturen ein – etwa bei Cottage CheeseJoghurtKefirSkyrButtermilch, Kombucha oder Käse. Oder es werden natürlich vorkommende Mikroorganismen aus der Umgebung genutzt. Beispiele dafür sind Sauerkraut, Sauerteig oder der koreanische Kimchi

Wie sind fermentierte Lebensmittel zu erkennen?

Ein Hinweis, dass ein Lebensmittel fermentiert wurde, ist grundsätzlich nicht notwendig – außer, wenn es ansonsten zu einer „Irreführung“ der Verbraucherinnen und Verbraucher käme. Für die Angaben auf dem Etikett gelten die allgemeinen Vorschriften zur Lebensmittelkennzeichnung in der EU.

Wozu wird die Fermentation bei Nahrungsergänzungsmitteln eingesetzt?

Beim Herstellen von Nahrungsergänzungsmitteln wird die Fermentation unter anderem eingesetzt, um bestimmte Inhaltsstoffe wie Vitamine, Aminosäuren oder Hyaluronsäure zu produzieren. Nach dem Fermentieren werden die gewünschten Stoffe getrennt, gereinigt und für die weitere Verarbeitung aufbereitet.

4. Ballaststoffe: Von Chia-Samen bis zu Hülsenfrüchten

Ballaststoffreiche Lebensmittel von oben auf einem Holztisch – unter anderem Bananen, Beeren und Äpfel, Schälchen mit verschiedenen Samen, Bohnen und Nüsse.

Ballaststoffreich: Sowohl Obst und Gemüse als auch Hülsenfrüchte können die Verdauung fördern. Foto: monticelllo / iStock

Ballaststoffe sind weitgehend unverdauliche Pflanzenfasern, meist Kohlenhydrate. Grundsätzlich werden zwei Formen unterschieden: Unlösliche Ballaststoffe stecken vor allem in Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten, lösliche Ballaststoffe überwiegend in Obst und Gemüse. Viele Ballaststoffe binden Wasser und quellen im Darm auf, was sich auf die Verdauung auswirken kann.

In welchen Lebensmitteln sind Ballaststoffe natürlich enthalten?

Von Natur aus sind Ballaststoffe fast ausschließlich in pflanzlichen Lebensmitteln enthalten. Beispiele für Ballaststoffquellen:

  • Obst
  • Gemüse
  • Vollkornbrot
  • Naturreis
  • Vollkornnudeln
  • Getreideflocken
  • Samen wie Flohsamenschalen, Chia-Samen oder Leinsamen
  • Hülsenfrüchte wie Erbsen, Linsen und Bohnen
  • Kartoffeln 

Werden Ballaststoffe Lebensmitteln auch zugesetzt?

Lebensmittel oder Getränke werden auch gezielt mit Ballaststoffen angereichert – zum Beispiel Brot- und Backwaren, Frühstückscerealien wie Müsli, Trinkjoghurt, Fruchtsäfte, Limonaden oder Energieriegel. Zu den so hinzugefügten Ballaststoffen – auch Präbiotika genannt – zählen etwa Inulin oder Oligofruktose.

Wann hat ein Lebensmittel einen „hohen Ballaststoffgehalt“?

Enthält ein Lebensmittel mindestens 6 Gramm Ballaststoffe pro 100 Gramm oder mindestens 3 Gramm Ballaststoffe pro 100 kcal, darf auf dem Etikett oder in der Werbung ein hoher Ballaststoffgehalt angeführt sein (siehe Gesundheitswerbung bei Lebensmitteln: Was ist erlaubt? und EG-Claims-Verordnung). 

Sind Ballaststoffe auch als Nahrungsergänzungsmittel erhältlich?

Ja. Dafür werden Rohstoffe aus der Obst-, Gemüse- und Getreideverarbeitung, die dort als Nebenprodukte anfallen, zu Ballaststoffpräparaten verarbeitet. Zur Herstellung dieser Präparate kommen Verfahren wie Extrahieren oder die Hochdruckbehandlung zum Einsatz. Für ein Nahrungsergänzungsmittel werden die Ballaststoffpräparate schließlich je nach Produkt in verschiedene dosierte Formen gebracht – etwa als Kapseln, Pulver, Sticks, Tabletten oder Granulat. Darüber hinaus können Ballaststoffe auch synthetisch gewonnen werden.

5. Omega-3-Fettsäuren: Was sind tierische und pflanzliche Quellen?

Verschiedene Omega-3 haltige Lebensmittel in Draufsicht auf einem weißen Holztisch, unter anderem Lachs, Olivenöl, Oliven, verschiedene Nüsse und Samen sowie eine halbe Avocado.

Lachs, Pflanzenöle oder Nüsse enthalten reichlich Omega-3-Fettsäuren. Foto: anaumenko / Adobe Stock

Omega-3-Fettsäuren zählen zu den mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Sie sind für einen funktionierenden Stoffwechsel wichtig. Da sie vom Körper nicht selbst hergestellt werden können, müssen sie über die Nahrung aufgenommen werden. Zu den wichtigsten Omega-3-Fettsäuren gehören die Eicosapentaensäure (EPA), die Docosahexaensäure (DHA) sowie die Alpha-Linolensäure (ALA).

In welchen Lebensmitteln sind Omega-3-Fettsäuren natürlich enthalten?

Natürliche Quellen für Omega-3-Fettsäuren sind:

  • Fettreiche Fische wie Lachs, Makrele, Hering, Sardinen und Thunfisch – auch heimische Kaltwasserfische wie Saibling
  • Algenöl als pflanzliche Alternative zu Fischöl
  • Pflanzliche Vorstufen in Pflanzenölen wie Lein-, Raps-, Soja- und Walnussöl sowie in Nüssen 

Werden Omega-3-Fettsäuren Lebensmitteln auch zugesetzt?

Um den Gehalt an ungesättigten Fettsäuren zu erhöhen, werden Lebensmittel und Getränke auch mit Omega-3-Fettsäuren angereichert. Beispiele sind Margarinen und Streichfette, Milchprodukte wie Joghurt oder Milchgetränke, Frühstückscerealien, Brot und Backwaren, Säfte und andere Getränke. Ist das der Fall, sind entsprechende Informationen auf dem Etikett enthalten.

Was bedeutet „reich an Omega-3-Fettsäuren“?

Für die Angabe „reich an Omega-3-Fettsäuren“ oder vergleichbar muss ein Lebensmittel mindestens 0,6 Gramm ALA oder 80 Milligramm EPA/DHA pro 100 Gramm und 100 kcal enthalten. Die Gesamtmenge ist auf dem Lebensmitteletikett anzugeben (siehe Gesundheitswerbung bei Lebensmitteln: Was ist erlaubt? und EG-Claims-Verordnung).

Woraus und wie werden Nahrungsergänzungsmittel mit Omega-3-Fettsäuren hergestellt?

Die Basis für Nahrungsergänzungsmittel bilden hauptsächlich Fischöl, Algenöl (vor allem für vegetarische und vegane Produkte) sowie pflanzliche Öle. Nach der Extraktion wird das Öl gereinigt und der EPA- oder DHA-Gehalt durch Destillieren erhöht. Um eine Reaktion mit Sauerstoff und damit den Verderb des Produktes zu verhindern, werden Antioxidantien (wie zum Beispiel Vitamin E) hinzugegeben. Anschließend erfolgt die Abfüllung in Kapseln oder flüssige Präparate.

6. Kollagen und Hyaluronsäure: So werden sie gewonnen

Einmachglas mit Knochenbrühe (Bone Broth) auf einem Tisch, daneben Wurzelgemüse wie Karotten und Sellerie.

Kollagen ist vor allem in tierischen Produkten enthalten – etwa in Suppe, bei der Knochen und Fleisch von Rindern oder Hühnern lange Zeit mitgekocht werden. Foto: Madeleine_Steinbach / Adobe Stock

Kollagen und Hyaluronsäure liefern dem Körper Bausteine wie Aminosäuren, aus denen er eigenes Gewebe aufbauen kann. Beide Stoffe kommen natürlich im Organismus vor und können auch über Lebensmittel und Nahrungsergänzungsmittel zugeführt werden.

In welchen Lebensmitteln sind Kollagen oder Hyaluronsäure natürlich enthalten?

  • Kollagen ist ein Strukturprotein und findet sich von Natur aus vor allem in tierischen Produkten mit hohem Anteil an Bindegewebe – wie Rindssuppe, bei der auch Knochen mitgekocht werden, Gelatine, der Haut von Hühnerfleisch und Fischen sowie in Schweine- und Rindfleisch.
  • Hyaluronsäure ist eine körpereigene Zuckerverbindung, die Wasser bindet. In Lebensmitteln kommt sie nur in kleinen Mengen vor, zum Beispiel in Knochen

Werden Kollagen oder Hyaluronsäure Lebensmitteln zugesetzt?

Sowohl Kollagen als auch Hyaluronsäure werden unter anderem eingesetzt, um Lebensmittel oder Getränke anzureichern. Kollagen wird etwa zu Proteinriegeln, Joghurt und weiteren Milchprodukten zugefügt. Hyaluronsäure findet sich seltener als Zusatz in Lebensmitteln, sondern eher in Kosmetika.

Wie werden Kollagen oder Hyaluronsäure für Nahrungsergänzungsmittel genutzt?

Für Nahrungsergänzungsmittel werden Kollagen und Hyaluron aus unterschiedlichen Quellen gewonnen:

  • Kollagen stammt überwiegend aus tierischem Bindegewebe und wird zu Kollagenhydrolysat weiterverarbeitet. Kollagenhydrolysat entsteht durch die Aufspaltung von Kollagen in kleinere Eiweißbausteine (Kollagenpeptide). Das verbessert die Löslichkeit und Aufnahme im Lebensmittel und erleichtert die Verarbeitung.
  • Hyaluronsäure wird heute zumeist mithilfe von Fermentation unter Einsatz von Mikroorganismen hergestellt. Dadurch lässt sich Hyaluronsäure in verschiedenen Molekülgrößen erzeugen. 

Nach der Gewinnung werden beide Stoffe gereinigt, aufbereitet und je nach Produkt in Form von Kapseln, Tabletten, Pulver oder Trinkampullen abgefüllt.

Wie sind Kollagen und Hyaluronsäure in Lebensmitteln und Nahrungsergänzungsmitteln zu kennzeichnen?

Werden verpackten Lebensmitteln oder Nahrungsergänzungsmitteln Kollagen oder Hyaluronsäure zugesetzt, müssen diese entsprechend gekennzeichnet werden (siehe EU-Vorgaben zur Lebensmittelkennzeichnung und Nahrungsergänzungsmittelverordnung). Kommt Kollagen etwa in Drinks oder Riegeln zum Einsatz, so muss es im Zutatenverzeichnis aufgeführt werden. Da es sich meist um Kollagen tierischen Ursprungs handelt, kann näher konkretisiert werden, von welcher Tierart es stammt: zum Beispiel „Kollagenhydrolysat vom Rind“.

 

  • Ausgewählte Fragen und Antworten zu Ballaststoffen. Information der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) von 2021 (abgerufen am 30. Juni 2026)

    Durchführungsverordnung (EU) 2017/2470 zur Erstellung der Unionsliste der neuartigen Lebensmittel vom 20. Dezember 2017. Auf eur-lex.europa.eu (abgerufen am 30. Juni 2026)

    Durchführungsverordnung (EU) 2020/443 zur Genehmigung der Änderung der Spezifikationen des neuartigen Lebensmittels Weizenkeimextrakt (Triticum aestivum) mit hohem Spermidingehalt vom 25. Mai 2020. Auf eur-lex.europa.eu (abgerufen am 30. Juni 2026)

    EG-Claims-Verordnung: Verordnung (EG) Nr. 1924/2006 über nährwert- und gesundheitsbezogene Angaben über Lebensmittel vom 20. Dezember 2006. Auf eur-lex.europa.eu (abgerufen am 30. Juni 2026)

    EU-Lebensmittelinformationsverordnung: Verordnung (EU) Nr. 1169/2011 betreffend die Information der Verbraucher über Lebensmittel vom 25. Oktober 2011. Auf eur-lex.europa.eu (abgerufen am 30. Juni 2026)

    Faszination Fermentieren. Ausgabe 1/2025 der Fachzeitschrift ernährung heute des forum. ernährung heute (f.eh). Auf forum-ernaehrung.at (abgerufen am 30. Juni 2026)

    Fermentieren. Information des Lebensmittelverbands Deutschland. Auf lebensmittelverband.de (abgerufen am 30. Juni 2026)

    Jung bleiben mit Spermidin – funktioniert das? Information der Verbraucherzentrale NRW vom 14. April 2026. Auf verbraucherzentrale.de (abgerufen am 30. Juni 2026)

    Kohlenhydrate & Ballaststoffe. Information im Öffentlichen Gesundheitsportal Österreichs vom 25. Juni 2025. Auf gesundheit.fv.at (abgerufen am 30. Juni 2026)

    Novel-Food-Verordnung: Verordnung (EU) 2015/2283 über neuartige Lebensmittel vom 11. Dezember 2015. Auf eur-lex.europa.eu (abgerufen am 30. Juni 2026) 

    Omega-3-Fettsäuren: Wundermittel oder Mythos? Faktencheck von Meine Gesundheit, in Kooperation mit der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK). Auf meinegesundheit.at (abgerufen am 30. Juni 2026)

    Protein. Information im Öffentlichen Gesundheitsportal Österreichs vom 25. Juni 2025. Auf gesundheit.gv.at (abgerufen am 30. Juni 2026)

    Protein. Information der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) vom 25. Juni 2025. Auf gesundheit.gv.at (abgerufen am 30. Juni 2026)

    Proteine – Baustoffe des Lebens. Information des deutschen Bundeszentrums für Ernährung (BZFE). Auf bzfe.de (abgerufen am 30. Juni 2026)

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